Die Mineralien Sammlung meine Vaters / Willst du mit mir gehen □ ja □ nein □ vielleicht

 

Das Verhältnis des Weiterreichens von Erinnerungen und Erfahrungen innerhalb der Familie ist Thema dieser Arbeit. Die Materialsammlung sind die Mineralien aus dem Studium meines Vaters, die seit meinem Denken im Keller in einer Kiste vertsaut ruhten. Die über 600 Mineralien sind einzeln auf einem schwarzen Spiegel fotografiert worden. Die fotografierten Objekte wurden einheitlich auf eine Größe skaliert. In der Präsentation werden die Fotografien nebeneinander platziert – ein Archiv in Setzkastenform. Durch die Objektrahmen gewinnen die Steine an Plastizität trotz ihrer Zweidimensionalität.

Dieser Präsentation ist eine Filmprojektion gegenübergestellt. Dort folgt man der Unterhaltung, zwischen zwei Generationen. Mein Vater eklärt seiner Enkelin seinen Zugang zu seiner Wissens- und Erinnerungswelt anhand  einzelner Steine. Der Fokus ist ausschließlich auf den Händen der beiden, wie sie die Materialien begreifen, während sie sich im Gespräch austauschen. Das Filmmaterial ist im Kontrast zu den slicken farbenfrohen Fotografien in schwarz weiß. Parallel zum Originalton, der über Kopfhörer zugänglich ist, vernimmt man einen anderen eingesprochenen Text. Dieser beschäftigt sich mit Behalten und Trennen von Dingen.

Diese zwei Arbeiten werden sowohl zusammengehalten, getrennt wie auch unterbrochen durch einen leeren Raum, der zwischen ihnen liegt. Durch offene Türen kann man von einer Stelle dieses Raumes in beide Räume gleichzeitig blicken. Dieser ist weiß und leer. Unauffällig ist an den beiden Aussenwänden mit Bleistift in Handschrift notiert:

Ja (links) Nein (rechts).